STEEL - EDELSTAHL & ALUMINIUM TECHNIK | PLANUNG | DESIGN
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Information Edelstahl Rostfrei

 

Edelstahl ist eine Bezeichnung für legierte oder unlegierte Stähle mit einem hohen Reinheitsgrad, bei denen durch einen besonderen Herstellungsprozess Bestandteile wie Aluminium und Silizium aus der Schmelze ausgeschieden wurden. Es sind Stähle, deren Schwefel- und Phosphorgehalt (sog. Eisenbegleiter) 0,025 % nicht übersteigt.

Die alleinige Begriffsdefinition, ein Edelstahl sei ein „chemisch besonders reiner“, „rostfreier“ oder „nichtrostender“ Stahl, ist ungenau bzw. falsch. Ein Edelstahl muss nicht zwangsläufig den Anforderungen eines nichtrostenden Stahls entsprechen. Trotzdem werden im Alltag häufig nur rostfreie Stähle als Edelstähle bezeichnet.

Die häufigsten Legierungskomponenten neben dem Hauptbestandteil Stahl sind Chrom, Nickel, Molybdän, Titan und Niob.

Auf Gegenständen aus Edelstahl ist diese Legierung als Ziffernfolge zu finden. So bedeuten: 18/8 einen Anteil von 18 % Chrom, 8 % Nickel, 74 % Stahl, oder 18/10 einen Anteil von 18 % Chrom, 10 % Nickel, 72 % Stahl.

Stähle, die besonders aggressiven Anforderungen im Haushalt genügen müssen, insbesondere alle Arten von Küchenmessern, können folgende Kennzeichnung für Klingenstahl aufweisen: X 45 Cr Mo V 15

Hier liegt ein hochlegierter Stahl (X) vor, dem 15 % Chrom (Cr), Molybdän (Mo) und Vanadium (V) zur Erhöhung der Verarbeitungsfähigkeit hinzugefügt wurde. Der Kohlenstoffanteil, der dafür sorgt dass die Klinge scharf bleibt, beträgt 0,45 %.

Ein so legierter Stahl zeichnet sich durch außergewöhnliche Härte, Beständigkeit, Zähigkeit und Säurebeständigkeit aus.

In Deutschland werden zwei VA-Oberbegriffe verwendet: V2A und V4A

 

V2A ist ein im Alltag häufig auftretender Edelstahl, der z.B beim Bau von Geländern, Fahrzeugen und Spülbecken genutzt wird und Anwendung in der Getränke-, Pharma- und Kosmetikindustrie findet.

 

V4A ist dem V2A-Edelstahl ähnlich, wird aber zusätzlich mit 2% Mo legiert. Dies führt dazu, dass der Edelstahl widerstandsfähiger gegen Korrosion in chloridhaltigen Medien wird. Angewendet wird der V4A-Edelstahl in Salzwasser, Schwimmbädern und der chemischen Industrie.

 

Andere Bezeichnungen für den korrosions- und säurebeständigen Stahl sind Rostfrei, Inox oder Stainless.

Wofür stehen die Abkürzungen V2A und V4A

 

Der nichtrostende Stahl wurde nach einer vier Jährigen Entwicklung im Jahre 1912 durch die Kom­bi­na­tion von Nickel und Chrom in Ver­bin­dung mit einer genau dosier­ten Wär­me­be­hand­lung im Essener Forschungslabor von Krupp entwickelt, der erst­mals ein Opti­mum an Kor­ro­si­ons­be­stän­dig­keit und zugleich gute mecha­ni­sche Eigen­schaf­ten erzielte.

Die damals aus V für Ver­such und A für Aus­te­nit (Mischkristalle des Eisens) gebil­de­ten Bezeich­nun­gen V2A stan­den für CrNi-Stahl bzw. V4A für

CrNiMo-Stahl. Sie wer­den nach wie vor als Syn­onyme für Edel­stahl Rost­frei gebraucht.
Im Metall­bau und bei Ble­chen wer­den häu­fig mit der Bezeich­nung V2A die CrNi-Stähle 1.4301, 1.4541 und 1.4307 gekenn­zeich­net, hin­ge­gen mit V4A die CrNiMo-Stähle 1.4401, 1.4571 und 1.4404.
Die Kenn­zeich­nung für Ver­bin­dungs­ele­mente gemäß DIN EN ISO 3506-1 dif­fe­ren­ziert inner­halb der CrNiMo-Stähle und ord­net den Werk­stoff 1.4401 einer Gruppe A4, den Werk­stoff 1.4404 einer Gruppe A4L und den Werk­stoff 1.4571 einer Gruppe A5 zu.

 

Warum ist Edelstahl korrosionsbeständig

 

Aufgrund des Legierungsmittelgehalts bildet sich an der Oberfläche von nichtrostenden Stählen eine sogenannte Passivschicht. Selbst wenn die Edelstahl-Oberfläche beschädigt wird, bildet sich diese nur wenige Atomlagen dicke, transparente Schicht unter dem Einfluss von Sauerstoff aus Luft oder Wasser selbständig neu.

Die Passivschichtbildung ist der Grund dafür, dass Edelstahl Rostfrei keinen zusätzlichen Korrosionsschutz benötigt und auch noch nach Jahrzehnten so gut wie neu sein kann.

Edelstahl Pflegehinweise

 

Im Aussenbereich reicht im Allgemeinen die Reinigungswirkung des Regens aus, um schädliche Ablagerungen zu vermeiden. Bei Flächen, die nicht vom Regen erreicht werden, sollte durch Reinigung sichergestellt werden, dass es nicht zu Ablagerungen von Luftverschmutzungen kommt. Wichtig ist die Reinigung vor allem in Küsten- und Industrieatmosphären wo salzhaltige Spritzwasser, Luftverschmutzung und Verkehrsabgase zur Konzentration von Chloriden und Schwefeldioxid kommt, für die die gewählte Stahlsorte nicht ausgelegt ist.

Im Innenbereich reicht in der Regel eine Spülmittellösung oder Glasreiniger zur Entfernung von Fingerspuren aus.

Für hartnäckigere Verschmutzungen bietet sich haushaltsübliche Reinigungsmilch an, die auch Kalkspuren und leichte Verfärbungen abträgt. Nach dem Reinigen wird die Oberfläche mit klarem Wasser abgespült. In Regionen mit hartem Wasser sollte die Oberfläche trockengewischt werden, um die Bildung von Kalkspuren zu vermeiden. Durch entmineralisiertes Wasser (wie es z.B. für Dampfbügeleisen verwendet wird) lässt sich dieses Problem vermeiden.

Dabei ist zu beachten, dass auf keinen Fall eisenhaltige Scheuerschwämme, Stahlwolle oder Stahlbürsten eingesetzt werden, da sie rostende Fremdeisenpartikel an die Edelstahl Oberfläche abgeben.

Scheuerpulver sind ungeeignet, da sie die Oberfläche verkratzen.

Starke ölige und fettige Verschmutzungen lassen sich mit alkoholischen Reinigungs- und Lösemitteln entfernen, z.B. Spiritus oder Azeton, die für Edelstahl Rostfrei unbedenklich sind. Dabei ist darauf zu achten, dass die angelösten Verschmutzungen nicht durch den Reinigungsprozess grossflächig auf der Oberfläche verteilt werden. Die Reinigung muss daher wiederholt mit frischen Tüchern erfolgen, bis sämtliche Spuren entfernt sind.

Messer und Schaber sind zu vermeiden, da sie die Metalloberfläche verkratzen. Stark vernachlässigte Oberflächen können auch mit Polituren behandelt werden, wie sie beispielsweise für die Chrompflege an Autos üblich sind.

 

 

Information Aluminium

 

Symbol: Al

Schmelzpunkt: 660,3 °C

Siedepunkt: 2.519 °C

 

Aluminium ist das nach Sauerstoff und Silicium dritthäufigste metallische Element und häufigste Metall in der Erdkruste. Es ist silberweiß, leicht und 

ist durch seine Oxidschicht, eine sehr dünne „Haut“ von Aluminiumoxiden mit der sich Aluminiumwerkstoffe an der Luft

und im Wasser spontan überziehen, vor Korrosion geschützt.

Aluminium wurde erst im 19. Jh. entdeckt und ist heute neben Stahl das wichtigste Gebrauchsmetall und zudem im Gewichtsvergleich ein besserer elektrischer Leiter als Kupfer.

Aluminium ist nützlich. Ohne das Leichtmetall hätte es etwa die Flugzeugindustrie im Wortsinne schwerer, ob im Fahrzeugbau oder zur Herstellung von Kochgeschirr, Milchkannen und Trinkbechern.

Die gewöhnlichen Spiegel im Schlaf- und Badezimmer sind heute nicht mehr mit Silber, sondern aufgrund seines hohen Reflexionsgrades mit Aluminium beschichtet.

Aluminium und seine Legierungen gehören zu den wichtigsten Werkstoffen zum Bau von Profilen, Rohren und Blechen. In der Lebensmittelindustrie ist Aluminiumfolie ein wichtiges Verpackungsmittel, ist sogar Bestandteil einer Lebensmittelfarbe (E173) und findet bei Überzügen von Zuckerwaren und zur Dekoration von Kuchen und feinen Backwaren Verwendung.